Dokumentarfilm SERGEJ IN DER URNE

Zwischen Revolution, Diktatur und Demokratie, zwischen Hoffnung, Zerstörung und Utopie: Sergej Stepanowitsch Tschachotin (1883-1973) durchlebte eine rastlose Odyssee durch das 20. Jahrhundert. Als Kämpfer und schließlich Bekämpfter der Russischen Revolution, als Sozialist und Chefpropagandist der Kampagne „Dreipfeil gegen Hakenkreuz“, als Anti-Atomkraft-Aktivist und Visionär einer internationalen Gemeinschaft trieben die politischen Systeme seiner Zeit den Mikrobiologen immer wieder zur Flucht, ins Lager oder zum Neuanfang. Erstmals sprechen vier seiner Söhne über die wechselvolle Geschichte ihres Vaters; kontrovers und voller Emotionen.

 

Filmemacher Boris Hars-Tschachotin entdeckte zu Beginn seiner Spurensuche die Urne Sergejs. Mit dem Wunsch nach Versöhnung versucht er seine weit verstreute Familie zu vereinen, um endlich den letzten Willen seines Urgroßvaters zu erfüllen und dessen Asche auf Korsika beizusetzen. Dabei gerät der Urenkel in einen Strudel familiärer Abgründe, in dem persönliches Schicksal und politische Geschichte miteinander verschwimmen, in dem der antifaschistische Kampf der Eisernen Front ebenso auftaucht wie die Willkür des stalinistischen Terrors.

Am 20. April 2010 hat der Dokumentarfilm auf dem Festival „achtung berlin“ seine Deutschlandpremiere und wird um 18 Uhr im Kino Babylon in Berlin Mitte gezeigt. Am 21. April 2010 wird der Film um 22:30 Uhr im Filmtheater am Friedrichshain in Berlin Prenzlauer Berg wiederholt. Das Internationale Dokumentarfilmfestival München zeigt den Film am Freitag, den 7. Mai 2010, um 18:00 Uhr sowie am Sonntag, den 9. Mai, um 20:30 Uhr, jeweils im Atelier 1. Eintrittskarten können in den jeweiligen Kinos vorbestellt werden.

www.sergej-in-der-urne.de

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